Geschichte

Beginnt die Geschichte Sachsen-Anhalts wirklich erst mit den Ottonen?

Wussten die Menschen und Völker vor 4500 Jahren wirklich nichts voneinander oder gab es bereits damals eine world-wide-Verständigung?

Es widerspricht der Natur des Menschen sich abzukapseln!

Bereits 2500 Jahre vor Chr. n. führte ein Handelsweg, den Flussläufen von Elbe und Saale folgend, über den Brenner in den Mittelmeerraum /1/ /2/. Diese diagonal durch Deutschland führende Lebensader, die auch im Zusammenhang mit der Himmelsscheibe von Nebra und den Ausgrabungen bei Goseck gesehen werden muss,  hat im Besonderen in ihrem näheren Umfeld, d.h. vor allem in Sachsen-Anhalt, nachhaltig die Entwicklung auf allen Gebieten geprägt.

Entlang dieser wichtigen Lebensader hat es zu allen Zeiten eine ausgeprägtere Infrastruktur gegeben, die bis heute nachweisbar ist. Sie erklärt Industrieansiedlungen ebenso wie kreative Leistungen der Bevölkerung und geschichtliche Folgeentwicklungen. Ohne diese frühe Bernsteinstrasse, wie dieser Handelsweg genannt wird, gäbe es keine Strasse der Romanik, sicher aber auch keine Industrieansiedlungen von BMW und Porsche in Leipzig jüngsten Datums. Alles in Allem lassen sich hieraus Themen ableiten,  die Deutschlands  Geschichte widerspiegeln und besonders für Touristen aus Übersee von Interesse sein dürften.

So ist im Jahr 5 nach Chr. n. dieser Trasse folgend unter dem römischen Kaiser Tiberius eine Flotte die Elbe aufwärts geschifft und hatte das Grenzgebiet zwischen den Hermunduren und Semnonen ( germanische Stämme ) erreicht /3/. Dieses Grenzgebiet wurde durch den Elbknick zwischen Aken und Elster markiert! Diese Flottenbewegung ist von Velleius Paterculus, einem Zeitzeugen, er war Reiteroberst bei Tiberius, beschrieben worden ( im Internet abrufbar ). Diese Literaturstelle ist also absolut ernst zu nehmen!

Das als Beispiel dafür, wie wenig wirklich interessante Fakten aus der Frühgeschichte Deutschlands bekannt sind. Sie bieten genügend Stoff, um neue Reiseveranstaltungen zu organisieren, die keine Langweiler sind! Z.B könnte eine Reise die Besichtigung der Hungersteine in der Elbe in der Nähe des Ortes Brambach bei Dessau, in Verbindung mit dem Besuch einer typischen Elbauelandschaft  zum Ziel haben. In den Hungersteinen wird ein Römisches Wasserkastell vermutet. Mit der Bernsteinstrasse ist auch eine touristische Bewegungsrichtung vorgegeben, die per Bus, per Rad und per Boot erkundet werden kann. Initiativen sind keine Grenzen gesetzt!

Wenn Sie Interesse an tabufreien Diskussionen geschichtlicher Entwicklungen und den daraus ab zu leitenden Schlussfolgerungen für den Tourismus haben, dann bitten wir Sie, uns Ihre Meinung und Ihre Vorstellungen zu einem solchen Vorhaben in unserem Gästebuch mitzuteilen. Wir wollen damit neue Wege beschreiten, indem wir die Vorteile einer ausgeprägten Infrastruktur, über die nun einmal Deutschland verfügt, für die Bestimmung neuer, geschichtlich geprägter, touristischer Ziele nutzen.

Als neue Tourismusdestination wollen wir den Seminar-Tourismus vorantreiben, der durch die Einbindung anspruchsvoller Seminare zu geschichtlichen Themen zur Bernsteinstrasse in Wellness- und Fitess-Kuren geprägt ist.

  1. W. Geerlings   Bernstein Tränen der Götter, Verlag Glückauf GmbH Essen 1997 Hrsg. M. Ganzelowski und R. Slotta
  2. H. Kinder / W.Hilgemann dtv-Atlas Weltgeschichte Bd.1 Deutscher Taschenbuchverlag 31. Auflage April 1997
  3. Vellejus Paterculus II 106
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